Joel Meyerowitz: Legacy

Endlich habe ich die Zeit gefunden mir das Buch „Legacy“ von Joel  Meyerowitz in Ruhe anzusehen. Dieses großformatige Buch ist das Ergebnis einer Dokumentation der Parks und Grünflächen im Stadtgebiet von New York, die J.M. im Auftrag der Stadtverwaltung durchgeführt hat. In gewisser Weise ist es damit der Kontrapunkt zur Arbeit, die er als einziger offiziell akkreditierter Fotograf über 9 Monate hinweg am Ground Zero durchgeführt hat.

Meyerowitz-legacyBei meinem Gespräch mit Joel im Herbst merkte man, wie sehr ihm diese Bilder am Herzen lagen. Er ist in der Bronx aufgewachsen und hat diese Arbeit sozusagen vor seiner Haustür gemacht. Selbst für ihn war es faszinierend zu sehen, wie viel Natur und Wildnis es heute (noch/wieder) in New York zu finden gibt. Für mich, der ich New York leider so gut wie überhaupt nicht

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Paul Strand: The Garden at Orgeval

„The artists world is limitless. It can be found anywhere, far from where he lives or a few feet away. It is always at his doorstep.“ – Paul Strand.

Strand-OrgevalPaul Strand (1890 – 1976) ist einer der einflußreichsten amerikanischen Fotografen. 1955 kaufte er gemeinsam mit seiner Frau Hazel ein Haus mit großem Garten in Orgeval in der Nähe von Paris. Hier verbrachte er seine letzten Lebensjahre. Das Buch zeigt seine Bilder dieses Gartens von 1955 bis 1974. Ruhige, unprätentiöse Aufnahmen, ganz im Sinne des obigen Zitats. Wir sehen den Garten in allen Jahreszeiten – zumeist in knappen, symbolhaften Details. Dabei fällt auf,

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Sarah Schönfeld im SZ-Magazin

Nur ganz kurz: Im SZ-Magazin von dieser Woche sind die Bilder von diversen Rausch- und Suchtmitteln zu sehen, die Sarah Schönfeld auf der ParisPhoto gezeigt hatte zu sehen. Ich hatte sie ja schon in meinen Bericht über die ParisPhoto hervorgehoben. Leider kommt die tolle Wirkung der im Original Quadratmetergroßen und sehr farbintensiven Mikroaufnahmen in der Verkleinerung nicht ganz so intensiv rüber. Das „nicht ganz so hochwertige“ Druckpapier des Magazins ist auch nicht unbedingt förderlich.

Trotzdem hab ich mich gefreut, die Bilder wiederzusehen.

Danke SZ-Magazin!

Paris im Herbst – Teil 2

Hier der zweite Teil meines ParisPhoto & Co-Berichts.

Im Musee des Arts decoratifs war eine Ausstellung zum Thema Trompe-l’œil. War einerseits etwas enttäuscht, da ich hier mehr zum Thema Malerei und Fotografie erwartet hätte, andererseits aber auch positiv überrascht, wie weit man das Thema auffassen kann (bis hin zum Linoleum-Fußboden mit Holzdielen-Dekor…). Mittags dann Treffen mit befreundeten Fotografen. Am Nachmitag ging’s dann zunächst zur Fotobuch-Messe Off-Print. DSCF0198Im wunderschönen Ambiente der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris (Staatlichen Kunsthochschule) stellten hier etwa 100 Verlage und Herausgeber ihre Produkte aus. Leider war die Halle so überfüllt, dass man kaum an die einzelnen Stände herankam, geschweige denn in Ruhe blättern oder gar mit den Leuten hätte reden können. Daher mein doch recht oberflächlicher Eindruck: ich hatte kaum ein Buch in der Hand bei dem ich sagen würde

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Paris im Herbst 2013

Das klingt ja nun schaon fast wie ein Schnulzenroman „Paris im Herbst 2013“.

Aber „ParisPhoto 2013“ wäre zu ungenau.

Ich habe mich, fast schon nach alter Gewohnheit, zur ParisPhoto mit meinem lieben Galeristen Walter Zettl vom 14. bis zum 17. November in Paris herumgetrieben.

DSCF0139Anreise, wie schon letztes Jahr mit dem TGV – einfach total relaxed. Und am Nachmittag ins Naturhistorische Museum. Das wollte ich schon längst mal sehen und es ist, nun ja, eine Wucht. Topmodern in einem riesigen Gebäude des 19. Jahrhunderts in dem sich selbst eine Karawane aus präparierten Elefanten, Giraffen, Löwen und dutzenden anderen Tieren geradezu winzig ausnimmt. Über der Treppe in den Keller hängt mal eben ein Wal-Skelett… Was mich am meisten beeindruckt hat? Die Galerie der ausgestorbenen und gefährdeten Tiere. Diese vielen Tiere zu sehen, die man NIE mehr lebend sehen wird obwohl sie noch vor einigen Jahren oder Jahrzehnten diesen Planeten bevölkert haben, macht schon sehr traurig, oder betroffen, oder wütend.

Im Untergeschoss war eine große Ausstellung mit Fotografien von Sarah Moon.

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